Die EZB hat Ende 2025 die Vorbereitungsphase für den digitalen Euro abgeschlossen. Das Pilotprojekt soll 2027 starten, die mögliche Einführung ab 2029. Bereits im April 2024 hat das Europäische Parlament zudem das europäische Vermögensregister beschlossen. Es soll erfassen, was jeder EU-Bürger besitzt: Immobilien, Bankkonten, Wertpapiere, Unternehmensbeteiligungen.
Legitime politische Projekte, über die ich mit Alexander Richter spreche. Der Oberbayer berät seit zwölf Jahren Privatpersonen beim Kauf von physischem Gold. Er vertritt einen der etabliertesten Anbieter für physisches Edelmetall im deutschsprachigen Raum.
Was physisches Gold von anderen Anlageformen unterscheidet
Gold ist kein Finanzprodukt. Es ist kein Vertrag und kein Versprechen einer Bank. Es ist ein Metall, das seit fünftausend Jahren einen einfachen Job macht: Es hält seinen Wert, wenn alles andere schwankt.
"Gold hat kein Management, das schlechte Entscheidungen trifft. Keine Bilanz, die frisiert werden kann. Keinen CEO, der zurücktritt. Es ist einfach da."
Alexander Richter2008, als europäische Banken am Rand des Kollaps standen, ist Gold gestiegen. 2020, mitten in der globalen Panik: Gold ist gestiegen. In der Inflationswelle 2021 bis 2023, die das Ersparte von Millionen Deutschen einfach aufgefressen hat: Gold ist gestiegen.
Wer im Jahr 2000 eine Unze Gold gekauft hat, zahlte dafür rund 280 Euro. Heute liegt der Preis bei etwa 2.700 Euro. Gold hat in dieser Zeit nichts getan. Es ist geblieben was es war. Der Euro hat in diesem Zeitraum rund 70 Prozent seiner Kaufkraft verloren. Das Geld auf dem Konto sieht in Menge gleich aus, und ist doch im Wert gesunken.
- +865 %, Goldpreisentwicklung in Euro seit dem Jahr 2000
- –70 %, Kaufkraftverlust des Euro seit dem Jahr 2000
- 280 € → 2.700 €, Preis einer Unze Gold: damals und heute
- 2008, 2020, 2021–23, Krisen, in denen Gold jeweils gestiegen ist
Das stille Problem gut verdienender Menschen
Gut verdienende Menschen haben in der Regel Ersparnisse. Manchmal erhebliche. Und fast alle vereint dasselbe Problem. Ihr Geld liegt auf Konten, in Fonds, in Produkten, die ihnen ihre Bank empfohlen hat. Sie wissen, dass die Inflation es langsam aufreibt. Sie ahnen, dass das Finanzsystem fragiler ist, als es aussieht. Sie lesen die Nachrichten und bemerken, dass etwas nicht stimmt.
Aber sie tun nichts. Der erste Schritt wirkt einschüchternd. Wo kauft man physisches Gold, ohne draufzuzahlen? Barren oder Münzen, was ist der steuerliche Unterschied? Wie viel Prozent des Vermögens macht Sinn? Wo lagert man es sicher, wenn nicht im Bankschließfach?
Diese Fragen bleiben offen. Also bleibt das Geld wo es ist. Und die Inflation tut still ihre Arbeit.
Was Banken empfehlen
Es gibt Tausende Menschen in Deutschland, die Finanzprodukte verkaufen. Fonds, ETFs, Zertifikate, Versicherungen. Physisches Gold gehört selten dazu. Der Grund ist strukturell.
"Wenn jemand physisches Gold kauft und nach Hause nimmt, verdient die Bank nichts. Also bieten sie Gold-ETFs, Zertifikate, Xetra-Gold an. Dinge, die nach Gold klingen, aber Finanzprodukte sind. Mit Gegenparteien, Laufzeiten, Bedingungen."
Alexander RichterDer Unterschied ist nicht abstrakt. Physisches Gold, das man in Händen hält, ist Eigentum. Keine Forderung, kein Vertrag. Es gibt keinen Emittenten, der Pleite gehen kann. Keine Bank, die es einfriert. Kein System, das es sperrt. Was du siehst, ist was du hast.
Über die Lagerung
Ein naheliegender Gedanke: Das Schließfach bei der Bank. Richter erklärt ruhig, warum er das selten empfiehlt. Bankschließfächer gehören der Bank. Die Versicherung deckt den Inhalt typischerweise bis 20.000 Euro ab. Eine einzige Unze Gold ist heute rund 2.700 Euro wert. Wer ein Kilogramm lagert, sitzt auf einem Wert, der viermal über der Versicherungssumme liegt.
Ab einem Investitionsvolumen von etwa 15.000 Euro ist ein eigener Tresor zu Hause wirtschaftlich sinnvoller. Kombiniert mit einer angepassten Hausratversicherung. Einmalig zu organisieren. Dann erledigt.
Die vielleicht ethischste Geldanlage
Ein Gedanke, der selten auftaucht, wenn über Gold gesprochen wird: Wer Aktien kauft, beteiligt sich an Unternehmen. Manche davon wirtschaften vorbildlich. Viele nicht. Was sie wirklich tun, ist kaum nachprüfbar. Wer Fonds kauft, kauft ein undurchsichtiges Bündel aus Dutzenden Positionen, deren Einzelentscheidungen niemand vollständig nachvollzieht.
Wer physisches Gold kauft, kauft ein Metall. Kein Schuldverhältnis, keine Gegenpartei, keine Unternehmensstrategie, der man vertrauen muss. Es ist vielleicht die einzige Anlageform, bei der das, was man sieht, tatsächlich das ist, was man hat.
Wer zu Richter kommt
Zu Richter kommen keine Millionäre, die spekulieren. Es sind Unternehmer, die ein Leben lang aufgebaut haben und lediglich schützen wollen, was sie erarbeitet haben. Ingenieure kurz vor der Pensionierung, die realisieren, dass die gesetzliche Rente allein nicht das Polster gibt, das sie sich vorstellen. Selbstständige ohne Betriebsrente, die selbst für ihre Altersvorsorge zuständig sind.
Gegen Ende unseres Gesprächs erwähnte Richter beiläufig, dass er seinen Klienten seit jeher anbietet, die Anlage nach zwei Jahren zum ursprünglichen Einstandswert wieder aufzulösen. Ich fragte, wie oft das passiert sei. Er dachte kurz nach. "Noch nie." Weil Gold in diesen zwölf Jahren für jeden profitabel war, der es gehalten hat.
Richter bietet ein kostenloses Beratungsgespräch für Interessenten im Raum Oberbayern. Er beleuchtet Situationen individuell und berät ehrlich, ob eine Goldanlage sinnvoll ist oder nicht.
"Ich werde oft gefragt: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Gold? Dann frage ich zurück: Wann genau war in den letzten 50 Jahren der falsche Zeitpunkt?"
Alexander RichterEr hat noch keine überzeugende Antwort bekommen.
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